Die Douglasie

Douglasie, die wichtigste ausländische Baumart mit der größten forstlichen Bedeutung und Verbreitung in Mitteleuropa.

Die Douglasie wird seit rund 140 Jahren in Österreich forstlich kultiviert. Sie zeichnet sich durch eine hohe Massen- und Wertleistung aus. Auf einer ehemaligen Versuchsfläche bei Großreifling im Gesäuse erreicht der höchste Baum eine Höhe von 63 Meter und einen Brusthöhendurchmesser von 100 Zentimeter. Die Wahl der richtigen Herkunft ist ganz entscheidend für den Erfolg. Gut geeignet haben sich die Herkünfte: Darrington, Snoqualmie, River, Randl, Trout Lake und Mt. Adams Manhartsberg und Südbaden. Bei einem Anbauversuch im Bezirk Hartberg hat sich auch die Herkunft Trout Lake als sehr gut geeignet herausgestellt. In einigen Gebieten Deutschlands hat sich die Douglasie als die ertragsreichste Baumart herauskristallisiert, sie erreichte bei ähnlichen Holzpreisen, deutliche höhere Wuchsleistungen als die Fichte.

Standort:
Bevorzugt werden tiefgründige, leichte bis mittelschwere Böden, Sand bis sandiger Lehm. Sehr schwere Böden mit schlechter Bodendurchlüftung und Staunässe verträgt sie nicht. Durch die absterbenden Feinwurzeln tritt dann oft Hallimaschbefall auf.

Mischung und Schattenverträglichkeit:
In der Jugend ist sie eine Halbschattbaumart und wird mit zunehmenden Alter lichthungriger. Die Mischung mit der Schattbaumart Buche ist optimal. Am besten ist eine gruppenweise Mischung mit einem Gruppenabstand von 30 bis 40 Meter geeignet.

Gefährdung:
Ähnlich wie die Lärche wird die Douglasie sehr gerne vom Rehbock verfolgt, daher ist ein Fegeschutz unerlässlich. Für extreme Winterfröste (extreme Kaltlufteinbrüche aus Nordosteuropa) ist sie nicht angepasst. Sommerliche Trockenperioden verträgt sie hingegen gut. Bei guter Herkunfts- und Standortwahl ist die Gefährdung durch die Douglasienschütte gering.

Holzeigenschaften:
Das Holz der Douglasie, ist dem der Lärche ähnlich. Eine rechtzeitige Wertastung kann beim Totasterhalter Douglasie den Holzwert stark erhöhen. Derzeit erzielt das Sägerundholz der Douglasie etwa das Niveau der Fichte.

Zusammenfassung:
Bei richtiger Wahl der Herkünfte kann die Douglasie trockenere, leistungsschwache Kiefernstandorte gewaltig aufwerten und erreicht hier nicht selten die doppelte Wuchsleistung der Kiefer. Ihre hohe Wurzelenergie auf gut durchlüfteten tiefgründigen Standorten und ihre hohe Trockenresistenz macht sie zu einer interessanten aussichtsreichen Baumart für einen klimafiten Wald der Zukunft.

Douglasie klein
Foto: DI Krogger Josef


 

leeres Bild