Forstpflanzenaktion Herbst 2019

Die Qual der Baumartenwahl:
Jeder möchte heute die Baumarten pflanzen, die auch in den nächsten 80 bis 100 Jahren einen wirtschaftlichen Ertrag abwerfen und sich gleichzeitig bestmöglich an Klimaveränderungen anpassen können. Mit so vielen Unbekannten gleicht dieser Wunsch einer Quadratur des Kreises. Nur in kleinen Schritten können wir uns an diese Ziele annähern. Der Qualität der Pflanzung kommt dabei größte Bedeutung zu.

Baumartenwahl:
Die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Baumart wird von den aktuellen Holzpreisen und zukünftigen Marktaussichten, den Aufforstungskosten und Pflegeaufwand und den gegebenen Standortsbedingungen beeinflußt. All diese Einflussfaktoren sind leider nicht seriös auf 100 Jahre vorherzusagen. Diese Ungewissheit lässt uns gerne beim Altbewährten bleiben.
Ergänzt um kleinere Versuche, die Baumartenvielfalt zu erhöhen, können wir uns in kleinen Schritten jedes Jahr neu diesem Ziel annähern. Allgemeingültige Baumartenempfehlungen sind immer individuell an die jeweiligen Örtlichkeiten anzupassen. 50 bis 70 Prozent der Baumarten sollen optimal an die aktuellen Standortbedingungen und Höhenlage angepasst sein. Mit den restlichen 30 Prozent kann experimentiert werden. Das bedeutet für die Tieflagen maximal 30 Prozent Fichten und für Lagen bis 1200 Meter Seehöhe bis zu 30 Prozent Laubmischbaumarten. Fremdländische Baumarten wie Douglasie oder Roteiche können in diesem Umfang eingebracht werden.

Pflanzfehler:
Die bestmögiche Wurzelentwicklung wird ein entscheidender Faktor für die Vitalität und Stressresistenz der Bäume auf die gesamte Umtriebszeit sein. Unsachgemäße oder schlampige Pflanzung kann zu extremen Wurzeldeformationen führen. Die Arbeitsqualität und Sorgfalt beim Setzen ist ausschlaggebend. Die klassische Winkelpflanzung wäre nur für sehr kleine Nadelholzpflanzen geeignet und sollte für mehrjährige Pflanzen über 25 cm Sprosslänge nicht angewendet werden. Bei den üblicherweise größeren Pflanzen und bei Laubholzheistern ist eine entsprechende Lochpflanzung unabdingbar. Besonders ist dabei auf einen sorgfältigen Wurzelschnitt zu achten. Nur unter diesen Voraussetzungen könne die Wurzel in eine möglichst natürliche Ausrichtung und Verteilung gebracht werden.

Pflanzverband:
Der gewählte Pflanzverband ist sowohl für den ökonomischen Erfolg, durch geringere Pflanz- und Pflegekosten, als auch für die mögliche Wertentwicklung des zukünftigen Bestandes von größter Bedeutung. Entscheidend ist der Standraumbedarf der jeweiligen Baumart im hiebsreifen Endbestand. Werden bei Nadelbaumarten zwischen 250 bis 350 Bäume je Hektar angenommen, so können bei Laubbaumarten max. nur 70 bis 100 Bäume je Hektar im Endbestand stehen.

Der Unterschied zwischen Nester- und Zellenaufforstung liegt in der Anzahl der Reservisten. Bei Buche und Eiche werden mehr Pflanzen (mind. 15 Stück je Nest) benötigt, um eine ausreichende Anzahl qualitativ hochwertiger Bäume auswählen zu können. Bei Edellaubbäumen genügen 5 Bäume je Zelle. Als Grundbestand oder Füllholzbestand werden Linde, Hainbuche oder Schwarzerle im Verband 2,5 x 2,5 gesetzt. In diesen Grundbestand werden im gedachten Endbestand (alle 10 Meter) die Nester- oder Zellen gepflanzt. Dabei kann auf standörtliche Besonderheiten geachtet werden.


Bestellungen sind bis Freitag, 18. Oktober 2019 möglich!

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