Holmarktbericht Oktober 2019

Für 2019 wurde eine Produktion von 10,4 bis 10,6 Mio m3 Schnittholz in Österreich prognostiziert. Man schließt damit wieder an die Höchststände von 2007 und 2008 an. Die Steigerung bedingen sich im hohen Rundholzangebot, da im Inland sowie in den Nachbarländern Deutschland, Tschechien, Slowakei, Polen, Slowenien, Schweiz und Italien bereits 2018   112 Mio. Festmeter Schadholz betrug. Im laufenden Jahr hat sich der Anfall an Käferholz nochmals deutlich erhöht.

Schnittholzmarkt:
Aufgrund der hohen Auftragsbestände im Holzbau rechnen die Hersteller mit einem hohen Direktabsatz. Auch die von der Fertighausindustrie nachgefragten KVH Mengen sind ungebrochen hoch, auf ein Ende dieses Trends deutet derzeit noch nichts hin. Im Durchschnitt bewegen sich die Preise um 9 bis 10 % unter den September 2018er Werten und liegen dimensionsabhängig bei der Stangenware in einer Bandbreite von rund 250 bis 275 Euro je m3.

Rundholzmarkt:
Der Kalamitätsholzanfall im In- und Ausland ist nach wie vor enorm. Dementsprechend sind die Standorte der österreichischen Sägeindustrie trotz Einschnitt an der Kapazitätsgrenze mehr als sehr gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Die Frischholzpreise haben nochmals nachgegeben und liegen österreichweit beim Leitsortiment Fichte B, 2b zwischen 60 Euro und 82 Euro je Festmeter.

Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist weiterhin sehr gut mit Industrieholz versorgt. Neben den anfallenden Kalamitätsmengen, sorgt vor allem der hohe Einschnitt und daraus resultierende Sägenebenprodukte für volle Lager. Vor allem in den Kalamitätsgebieten ist ein hoher Waldlagerstand, noch höher als bei Sägerundholz, zu verzeichnen,

Die Preise für Industriefaserholz wurden abermals abgesenkt und liegen österreichweit zwischen 25 Euro und 36 Euro je Festmeter. Hochqualitatives Brennholz für Kachelöfen u.a. ist weiterhin sehr rege gefragt und erreicht auch ansprechende Preise.


 

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