Holzmarktbericht Juli

Rekordpreise für Fichtenbloche
 

Neben der nach wie vor positiven Entwicklung der Industrie- und Bauwirtschaft, lässt auch die steigende Nachfrage nach Dienstleistungen sowie der private und öffentliche Konsum eine positive Wirtschaftsentwicklung in Österreich erwarten. Gerade in der Bauwirtschaft signalisieren einzelne Kennzahlen eine Hochkonjunkturphase.

In der Bauwirtschaft sind alle Materialien sehr stark nachgefragt. Dementsprechend ist auch die Nachfrage nach Schnittholz und dem dafür benötigten Fichtensägerundholz sehr rege. Die Standorte der österreichischen Sägeindustrie sind voll aufnahmefähig. Verkauftes und produziertes Rundholz wird entsprechend zügig abgefrachtet..Die Preise für das Leitsortiment Fichte A/C, 2b haben mit € 115 einen neuen Rekordpreis erreicht. Die Superpreise haben die Nachfrage für Harvesternutzungen für das III Quartal deutlich ansteigen lassen. Harvester- und Seilkranunternehmer sind daher gut ausgelastet und haben nur mehr wenig freie Kapazitäten.

Die Standorte der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie sind sehr gut mit Industrieholz bevorratet. Der Einschnitt bedingte hohe Anfall von Hackgut und Spänen drückt die Nachfrage nach Nadelfaserholz. Die Produktionsstörungen in Frantschach und Hallein reduzieren den Bedarf für die nächsten Monate zusätzlich. Dennoch sollten für Durchforstungs- und Pflegeingriffe entsprechende Vermarktungsmöglichkeiten vorhanden sein. Abhilfe verschafft auch vermehrter Export. Dieser trägt auch dazu bei, dass die Waldlager in den Borkenkäferschadregionen langsam abgebaut werden können. Anfallende Recyclingholzmengen unterbinden eine steigende Nachfrage nach Plattenholz. Die Preise aller Sortimente stagnieren auf niedrigem Niveau.

Bei Energieholz schreibt sich die Situation des Vormonates fort. Während in Kärnten alle Sortimente problemlos abgesetzt werden können, sind im übrigen Bundesgebiet trotz teilweiser Entspannung bei den Lagerständen, Mengen außerhalb von Langfristverträgen kaum zu vermarkten.

Die Borkenkäferaktivität hat jahreszeitlich bedingt merklich zugenommen. Daher sollten die Bestände nun regelmäßig auf frischen Befall kontrolliert und die positive Marktsituation zur raschen Aufarbeitung und Vorbeugung genutzt werden.